Steuernews Mai 2021

COVID-19 Investitionsprämie – Frist 31.05.2021!

Die COVID-19-Investitionsprämie fördert Neuinvestitionen in das abnutzbare Anlagevermögen mit 7% bzw. 14% der Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Die Antragstellung für förderbare Projekte war befristet mit dem 28.02.2021.

Die nächste Timeline ist der 31.05.2021. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen erste Maßnahmen für die beantragten förderfähigen Investitionen erfolgt sein.

Als erste Maßnahmen gelten dabei ausschließlich die folgenden:

  • Bestellungen
  • Kaufverträge
  • Lieferungen
  • Beginn von Leistungen
  • Anzahlungen
  • Zahlungen
  • Rechnungen
  • Baubeginn

Planungsleistungen und Finanzierungsgespräche zählen nicht zu den ersten Maßnahmen.

Sollte das Nichtvorliegen bereits beantragter behördlicher Genehmigungen die oben angeführten ersten Maßnahmen nicht fristgerecht ermöglichen, gilt die Beantragung der behördlichen Genehmigung als erste Maßnahme. Die Beantragung der behördlichen Genehmigung muss jedenfalls vor dem 31. Oktober 2020 erfolgt sein.

Beachten Sie bitte, dass das Setzen der ersten Maßnahme eine zwingende Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Förderung darstellt. Sofern diese nicht bis zum 31.05.2021 erfolgt ist, kann auch bei einem bereits aufrechten Fördervertrag keine Förderung zustande kommen!

Förderung für betriebliches Testen – Abrechnung – Frist 31.05.2021!

Die Abrechnung für die Förderung für betriebliches Testen ist nunmehr über den aws-Fördermanager möglich. Derzeit können die betrieblichen Testungen für den Zeitraum 15.02.2021 bis 31.03.2021 bis zum 31.05.2021 abgerechnet werden.

Grundlage sind die auf der Webseite der WKO verfügbaren Formulare, die entsprechend der Anleitung am Formular vollständig auszufüllen sind.

Im aws Fördermanager sind jeweils die medizinische Aufsicht, die die wöchentliche Bestätigung der durchgeführten Testungen unterzeichnet hat, der betriebseigene Standort, an dem die Testungen durchgeführt wurden und die Anzahl der Testungen im Zeitraum 15.02.2021 bis 31.03.2021 anzugeben.

Es ist daher für jede medizinische Aufsicht je Standort ein eigener Eintrag zu erfassen.

Die Gesamtsumme der Testungen von allen Standorten und medizinischen Aufsichten wird automatisch aus den Teilbeträgen errechnet.

Steuerbefreiungen aufgrund der COVID-19-Krise – einkommensteuerliche Behandlung

Der Einkommensteuerrichtlinien-Wartungserlass wurde veröffentlicht. Dieser enthält auch Aussagen zur einkommensteuerlichen Behandlung von Zuschüssen, welche zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Krise gewährt wurden.

Folgende Zuschüsse sind nicht steuerfrei, aber auch mit keinem Abzugsverbot von Betriebsausgaben behaftet:

  • NPO-Lockdown-Zuschuss gem. § 7a 2. NPO-FondsRLV
  • Lockdown-Umsatzersatz I und II

In diesem Fällen hat keine gesonderte steuerliche Behandlung zu erfolgen; der Zuschuss wird normal als Betriebseinnahme versteuert.

Folgende Zuschüsse sind hingegen steuerfrei, allerdings mit einem Abzugsverbot der damit verbundenen Betriebsausgaben:

  • Ersatz für Sonderbetreuungszeiten an den Arbeitgeber
  • Förderung gem. § 6 und § 7 2. NPO-FondsRLV (Zuschuss aus dem NPO Unterstützungsfonds)
  • Förderung nach dem Betrieblichen Testungsgesetz

In diesem Fällen bestehen keine Bedenken, die Kürzung der Betriebsausgaben im Rahmen der Steuererklärung nicht durch Kürzung der Betriebsausgaben, sondern durch Berücksichtigung eines dem Kürzungsbetrag entsprechenden übrigen betrieblichen Ertrags darzustellen.

Die COVID-19 Investitionsprämie für Unternehmen nach dem Investitionsprämiengesetz ist ebenfalls steuerfrei. Die Prämie kürzt aber weder die Anschaffungs- noch die Herstellungskosten, womit eine echte Steuerbefreiung gegeben ist.

Kontakt
Mag. Eduard Jahns
E: e.jahns@unitas-solidaris.at
T: +43 1 513 4602-24

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