Lockdown-Umsatzersatz

Beginnend mit dem 3. November 2020 wurde ein vorläufig bis Ende November 2020 befristeter Teil-Lockdown für die österreichische Wirtschaft beschlossen.

Um die wirtschaftlichen Folgen für davon betroffene Unternehmen abzumildern, wird ein Umsatzersatz gewährt.

Wer ist antragsberechtigt?

Unternehmen, die von der COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung unmittelbar betroffen sind:

  • Gastgewerbe
  • Beherbergungsbetriebe
  • Museen

Diese Unternehmen müssen unter anderem die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Sitz oder Betriebsstätte in Österreich
  • operative Tätigkeit in Österreich
  • bei Vereinen unternehmerische Tätigkeit
  • keine Kündigung von Mitarbeitern im Zeitraum 03.11.2020 – 30.11.2020
  • kein Missbrauch im Sinne der BAO und keine Finanzstrafe oder Verbandsgeldbuße
  • nicht insolvent
Was wird ersetzt?

Es werden 80% des errechneten Umsatzes ersetzt. Der Ersatz ist mit EUR 800.000,00 (Maximum) und EUR 2.300,00 (Minimum) begrenzt.

Berechnungsmethodik

Basis für die Ermittlung des Vergleichsumsatzes ist grundsätzlich die Umsatzsteuervoranmeldung für den November 2019 (in Ausnahmefällen können auch andere Abgabenerklärungen herangezogen werden).

Aufgrund der Problematik, dass insbesondere bei Körperschaften öffentlichen Rechts mehrere Bereiche (Hoheitsbereich und wirtschaftliche Tätigkeit im Rahmen von Betrieben gewerblicher Art) und Branchen in einer einzigen Umsatzsteuervoranmeldung abgebildet werden, muss jener Prozentsatz des Anteils am Gesamtumsatz ermittelt werden, der auf die von der COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung betroffenen Bereiche entfällt.

Wir empfehlen, hier genau zu dokumentieren, wie der entsprechende Umsatzanteil, welcher vergütet werden soll, ermittelt wurde. Gerne unterstützen wir Sie bei der Aufbereitung dieser Datengrundlage.

Verfahren

Der Antrag wird über FinanzOnline unter den sonstigen Anträge eingebracht.

Anzugeben ist gegebenenfalls der Prozentsatz des betroffenen Umsatzes am Gesamtumsatz.

Darüber hinaus sind bereits erhaltene COVID-19-Zuwendungen anzugeben:

  • COVID-19-Kredithaftungen im Ausmaß von 100%
  • COVID-19-Zuwendungen von Bundesländern, Gemeinden oder regionalen Wirtschafts- und Tourismusfonds
  • COVDI-19-Zuschüsse aus dem Non-Profit-Organisationen Unterstützungsfonds

Die Antragstellung ist mit 15.12.2020 befristet!

Die Antragstellung kann auch durch einen bevollmächtigten Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer vorgenommen werden. Sofern Sie eine Antragseinbringung durch unsere Kanzlei wünschen, ersuchen wir Sie um Retournierung der in der Anlage befindlichen von Ihnen unterfertigten Unterlagen

Bestätigung durch Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer

Aufgrund der Angaben im Antrag sowie der bei der Finanzverwaltung vorliegenden Daten wird der Umsatzersatz berechnet. Der berechnete Vorjahresumsatz und die berechnete Höhe des Lockdown-Umsatzersatzes wird den betroffenen Antragstellern durch die COFAG mitgeteilt.

Es besteht die Möglichkeit innerhalb einer Frist von zwei Wochen nach dieser Mitteilung durch Vorlage einer schriftlichen Bestätigung eines Steuerberaters oder Wirtschaftsprüfers die entsprechende Höhe des zu gewährenden Lockdown-Umsatzes nachzuweisen. Erfolgt innerhalb der Frist kein abweichender Nachweis, kann die COFAG den ermittelten Lockdown-Umsatzersatz anhand der eigenen Ermittlung auszahlen.

Link Richtlinie BMF:

https://www.bmf.gv.at/public/informationen/informationen-coronavirus/infos-umsatzersatz.html

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Kontakt
Mag. Eduard Jahns
E: e.jahns@unitas-solidaris.at
T: +43 1 513 4602-24
M: +43 664 88 61 32 43

Disclaimer
Die Informationen in diesem Dokument sind mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt worden. Sie sind allgemeiner Natur und können eine Beratung im Einzelfall nicht ersetzen.
Die Unitas-Solidaris Wirtschaftstreuhandgesellschaft mbH übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen. Eine wie immer geartete Haftung oder Gewährleistung ist ausgeschlossen.

Veröffentlicht am