Anträge zum NPO-Unterstützungsfonds ab 8.7.2020 möglich!

Das Bundesgesetz über die Errichtung eines Non-Profit-Organisationen Unterstützungsfonds wurde am 04.06.2020 im Nationalrat beschlossen. In dieser finalen Version des Bundesgesetzes wurde auf Grund zahlreicher Interventionen auch die Anspruchsberechtigung von gesetzlich anerkannten Kirchen oder Religionsgemeinschaften und der von Ihnen geführten Einrichtungen aufgenommen.

Die Abwicklung der Förderung über die aws (Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH) wurde am 02.07.2020 präsentiert und Informationen dazu können auf der eigenen Website https://npo-fonds.at/ abgerufen werden.

Nachstehend dürfen wir Ihnen einen Überblick über die wesentlichen Eckpunkte der Antragstellung und der Unterstützungsleistung geben:

Wer ist antragsberechtigt?

Zielgruppen des NPO-Unterstützungsfonds sind

  • Organisationen, welche gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Zwecke im Sinne der Bundesabgabenordnung verfolgen
  • Freiwillige Feuerwehren
  • Gesetzlich anerkannte Kirchen und Religionsgemeinschaften

Ebenso gefördert werden Beteiligungsorganisationen, das sind Organisationen, an welchen die oben genannten Zielgruppen zu mindestens 50% beteiligt sind, und welche den Zweck der Zielgruppen fördern.

Voraussetzung sind der Sitz und die Tätigkeit in Österreich, ein Gründungs- oder Errichtungsdatum am oder vor dem 10.03.2020 sowie eine wirtschaftliche Beeinträchtigung durch die Corona-Krise.

Ziel der Fördermaßnahme ist die Sicherstellung, dass die geförderten Organisationen nach Überstehen der Corona-Krise in der Lage sind, weiterhin ihre wesentlichen gesellschaftlichen Aufgaben zu erfüllen.

Was wird gefördert?

Es wird ein nicht rückzahlbarer Zuschuss geleistet.

Dieser Zuschuss dient zur Abdeckung von in der Richtlinie taxativ aufgezählten Fixkosten:

  • Miete und Pacht
  • Wasser, Energie & Telekommunikation
  • Versicherungen & Lizenzkosten
  • Vorlaufkosten für abgesagte Veranstaltungen
  • Steuerberatungskosten
  • Zahlungsverpflichtungen (beispielsweise Buchhaltungskosten, Jahresabschlusskosten, …)
  • Zinsaufwendungen
  • Verderbliche oder saisonale Ware
  • Personalkosten (BEinstG)
  • COVID-19 bedingte Kosten

Darüber hinaus wir ein pauschaler „Struktursicherungsbeitrag“ in Höhe von 7% der im Jahr 2019 erwirtschafteten Einnahmen geleistet.

Die Zuschusshöhe der Kosten ist im Konzernverbund mit maximal EUR 2,4 Millionen gedeckelt.

Der Struktursicherungs-Beitrag ist mit EUR 120.000,00 je Organisation begrenzt.

Förderbarer Zeitraum

Es werden die Kosten im Zeitraum vom 01.04.2020 bis zum 30.09.2020 gefördert.

Der Einnahmen-Ausfall wird für den Zeitraum 01.01.2020 bis 30.09.2020 zum Vergleichszeitraum 01.01.2019 bis 30.09.2019 ermittelt.

Antragstellung

Die Abwicklung der Anträge hat über die aws (Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH) zu erfolgen.

Die Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben im Antrag ist durch einen fachkundigen Experten (Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer) zu bestätigen.

Eine Bestätigung ist dann nicht erforderlich, wenn förderwerbende Organisationen im letzten Geschäftsjahr maximal 10 Dienstnehmer beschäftigt hat, nicht mehr als EUR 120.000,00  an Einnahmen erzielt hat und die beantragte Förderung den Betrag von EUR 12.000,00 nicht übersteigt.

Eine Bestätigung ist jedenfalls erforderlich für Beteiligungsorganisationen, Organisationen, welche an Beteiligungsorganisationen beteiligt sind sowie für gesetzlich anerkannte Kirchen und Religionsgemeinschaften.

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Kontakt
Dr. Karin Kovacs
Steuerberaterin | Prokuristin
T  +43 1 513 46 02 DW 39 
M +43 664 822 23 84
k.kovacs@unitas-solidaris.at

Mag. Martin van Oers
senior manager
T  +43 1 513 46 02 DW 48 
M +43 664 882 23 85
oers@unitas-solidaris.at

Mag. Eduard Jahns
Steuerberater | senior manager
T  +43 1 513 46 02 DW 24 
M +43 664 886 13 243
e.jahns@unitas-solidaris.at

Thomas Maximiuk
senior manager
T  +43 1 513 46 02 DW 20 
M +43 664 849 41 38
t.maximiuk@unitas-solidaris.at

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